Pure Kräuter-Power
mit uralter Tradition
Der Begriff Ayurveda stammt aus der alten indischen Sprache Sanskrit, wird übersetzt mit „Wissen vom Leben“ oder „Lebensweisheit“ und meint die zirka 4000 Jahre alte traditionelle
Heilkunst Indiens. Eine gewachsene, empirische Naturlehre und Philosophie, die
mittlerweile auch in unsere westlichen Kulturen Einzug hält und für viele eine ergänzende
Alternative zur Schulmedizin darstellt. Eine ihrer zentralen Auffassung besteht darin, dass
Krankheiten in der Regel dann auftreten, wenn Körper und Seele sich dauerhaft im Ungleichgewicht
befinden. Spezielle Mischungen aus Kräutern, Tees und Gewürzen stellen im
Ayurveda eine von vielen sanften Methoden dar, solchen Disharmonien entgegenzuwirken.
Die Mischung macht’s
Grundlage der Ayurvedischen Tee-Mischungen
ist eine Typologie, die von unterschiedlichen
Temperamenten und Energiezuständen
ausgeht, den drei Doshas: Vata,
Pitta und Kapha. Davon leiten sich auch die
drei Basis-Teesorten ab, daneben gibt es viele
weitere Mischungen wie zum Beispiel Glückstees,
Frauen- und Männertees. Typische Gewürze
im Ayurveda-Tee sind Fenchel, Ingwer,
Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Minze,
Nelken und Süßholz. Je nach Zusammenstellung
wirken die Tees beruhigend, anregend
oder ausgleichend. Hauptwirkstoffe sind die
in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle,
die Einfl uss auf das zentrale Nervensystem und
damit auch auf Psyche und Körper nehmen.
Ayurvedische Tees enthalten in der Regel kein
Teein und Koffein.
Ayurvedische Tees
und die Doshas
Die ayurvedische Lehre betrachtet einen
Menschen in seiner Gesamtheit, damit sind
Körper, Geist und Seele sowie sein komplettes
Lebensumfeld gemeint. In diesem Kontext
sollten auch ayurvedische Tees gesehen werden,
sie stellen einen kleinen Baustein in
jenem komplexen Zusammenhang dar. Als solcher
nehmen sie Einfl uss auf das sich ständig ändernde Gleichgewicht mit seiner ebenfalls
veränderlichen individuellen Dosha-Verteilung.
Neben den drei Haupt-Doshas gibt es
verschiedene Mischtypen. Dabei gilt, dass jeder
Mensch alle drei Doshas in sich trägt, lediglich
die Verteilung variiert, von Mensch zu Mensch,
von Lebensphase zu Lebensphase. Die jeweilige
Dosha-Verteilung drückt sich direkt in der
körperlichen und seelischen Befi ndlichkeit aus.
Und genau hier setzen ayurvedische Tees an,
sie helfen, die Dosha-Verteilung auszugleichen.
Ein simples Beispiel: Fühlen Sie sich träge, ist
ein anregender Tee gut, fühlen Sie sich aufgedreht,
hilft ein beruhigender Tee.
Vata
Grundprinzip: Veränderung, Bewegung.
Eigenschaften: Luft und Raum, trocken, leicht,
kühl, beweglich, rau und klar. Steht für Energie,
Kreativität, Enthusiasmus, wachen Geist.
Vata wird das Element Wind zugeordnet. Vata-Typen sind aktiv und unbeständig. Vata ist verantwortlich für alle psychischen und physischen Bewegungsabläufe. Es unterstützt Körperbau und Gewebe und reguliert den Kreislauf. Vata-Tees wirken beruhigend, harmonisierend, gleichen aus bei anstrengender, geistiger Arbeit, am Abend und auf Reisen.
Pitta
Grundprinzip: Umwandlung – sowohl von Nahrung als auch Sinneseindrücken.
Eigenschaften: leicht, heiß, etwas ölig, scharf, stechend, fl ießend, beweglich, sauer. Steht für Mut, Flexibilität, wachen Geist, Intelligenz, Wärme, Differenzierungsvermögen. Pitta wird dem Elementen Feuer zugeordnet. Pitta-Typen haben eine temperamentvolle Natur und können Situationen mit Leichtigkeit verändern. Pitta ist verantwortlich für Stoffwechsel und Körpertemperatur. Pitta-Tees sind kühlend und besänftigend, gleichen erhitzte Gemüter aus und eignen sich gut für heiße Sommertage.
Kapha
Grundprinzip: Verbindungen schaffen.
Eigenschaften: schwer, ölig, kalt, zäh, fest, weich und süß. Steht für Festigkeit, Stabilität, Mütterlichkeit, Struktur, Ausdauer, Kraft und Geduld. Kapha wird dem Element Wasser zugeordnet. Kapha-Typen sind ausgeglichen, ruhig und fürsorglich. Kapha-Tees sind belebende Muntermacher und eigenen sich gut als Frühstückstee, bei nassem, grauen Wetter oder trister Stimmungslage.
Anwendungsbeispiele von Kräutern
Ingwer: gut gegen Husten, Übelkeit, Verdauungs- und Durchblutungsstörungen, Reisekrankheit, wirkt wärmend, appetitanregend und entgiftend.
Pfefferminze: gut gegen Erkältungskrankheiten, Blähungen, Migräne, Magen- und Darmbeschwerden, Schlaflosigkeit, Gastritis, Menstruationsbeschwerden, Gallenbeschwerden, Magenschleimhautentzündungen, Gicht, wirkt beruhigend, schmerzstillend und keimtötend.
Basilikum: gut gegen Akne, Übelkeit, Krämpfe, bakterielle Infektionen, Ringelfl echte, Verdauungsstörungen, wirkt magenstärkend. Melisse: gut gegen Erkältungskrankheiten, Blähungen, Fußpilz, Herpesbläschen, Herzbeschwerden, Migräne, Magen- und Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Rheuma, Zahnschmerzen, Nervosität, Gallenbeschwerden, wirkt bakterienhemmend.
Fenchel: gut gegen Bronchitis, Blähungen, Magenschmerzen, Husten, Bindehautentzündungen, Verdauungsbeschwerden.
Rosmarin: gut gegen Hautauschläge, Alterserscheinungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelverhärtungen, niedrigen Blutdruck, Schwäche, Nervenschwäche, nervöse Herzund Kreislaufbeschwerden, ist schmerzstillend, krampfl ösend und wirkt vorbeugend in der Zahnpfl ege.
Thymian: gut gegen Asthma, Husten jeder Art, bei Lungenproblemen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Nieren- u. Blaseninfektionen, Magen- u. Darmbeschwerden, rheumatischen Beschwerden, wirkt desinfi zierend.